AUTOTOMIE: DER GASTGEBERKÖRPER

POST-ORGANIC BAUPLAN (ARGENTINIEN/LEIPZIG)
Januar 2021

Autotomie bezeichnet die Fähigkeit mancher Tierarten, Körperteile in Gefahrensituationen abwerfen zu können. Die an der dafür vorgesehenen Sollbruchstelle abgeworfenen Glieder können wieder nachwachsen – entweder vollständig, teilweise unvollständig oder gar nicht.

Das Kollektiv Post-Organic Bauplan macht sich diese Fähigkeit aus dem Tierreich in Der Gastgeberkörper zu eigen. Die Verbindung von Mensch und Maschine wird durch das Anbringen von elektronisch beweglichen Prothesen am eigenen Körper erforscht. Im zweiten Teil ihrer Trilogie AUTOTOMIE wird Tanz zum Wirt der bei Post-Organic Bauplan üblichen Cyborg-Ästhetik. Vorstellungen von der Einheit eines Körpers werden durchkreuzt, die Prothese wird als Erweiterung, in Anlehnung an Donna Haraways “A Cyborg Manifesto”, gefeiert.

Durch die Verbindung von Tanz und Prothese zeichnet sich ein futuristisches Bild von Mensch, Maschine und Gesellschaft, das zum sinnlichen Nachdenken über die Veränderbarkeit des eigenen Körpers einlädt.

KONZEPT+REGIE Josefina Maro, Salvador Marino
TANZ+CHOREOGRAPHIE Josefina Maro
PERFORMERS Clara Sjölin, Anna Neuwirt, Lou Thabart
KOSTÜM-DESIGN Vesper HERSTELLUNG Kaur Hensel
SOUND-DESIGN Cedric Schuster (MYEN), Salvador Marino
ENTWICKLUNG+DESIGN VON ROBOTERPROTHESEN Salvador Marino
TECHNISCHE BERATUNG Frank Büchel, Albrecht Meixner
VIDEO+ANIMATION Albrecht Meixner
WERKSTATTMACHER*INNEN Sarah Peglow, Valle Döring

Eine Produktion von Post-organic Bauplan in Zusammenarbeit mit Werkstattmacher e.V. und LOFFT – DAS THEATER. Gefördert von der Stadt Leipzig, Kulturamt.

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